Endlich bekomme ich heute die Kurve und hole die Aufgaben nach, die ich im Garten schon längst hatte erledigt haben wollen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht viel Zeit aufgewendet habe, aber das wichtigste ist erledigt.
Die Schlauchtrommel ist vom Wasserhahn abgenabelt und steht an ihrem Überwinterungsplatz im Keller. Genauso habe ich es mit dem Sonnenpaneel für den Waschzuberspringbrunnen gemacht. Von den Algen befreit, die im Laufe des Sommers angewachsen waren, muss es nun trocknen, dann geht es kellerwärts.
Außerdem habe ich die Lichterkette nach zwei Jahren (ich mag es gar nicht sagen) endlich so positioniert, dass es Sinn macht und wir das Leuchten der Lämpchen im Dunklen genießen können. Ich hatte die Kette bisher nämlich um die Balkonbrüstung gewickelt. Blöd nur, dass die Lichter dann angehen, wenn es dunkel wird und wir das Rollo unten haben. Jetzt leuchtet sie entlang der Glyzinie. Das sieht richtig gut aus.
Zu guter Letzt hole ich die beiden Amaryllis-Zwiebeln aus dem Keller. Ich bin mir nicht sicher, ob sie die nötige Ruhephase im Keller abbekommen haben. Das wird sich zeigen. Ich habe sie jetzt mal mit frischer Erde und Wasser versorgt und dann schaue ich weiter.
Bei meinem gärtnerischen Kontrollgang entdecke ich den Marienkäfer. Ob er noch lebt, frage ich mich. Er hat sich in der Blattspitze meines Salbeis versteckt. Fast kommt es mir vor, als wäre er dort letzte Woche beim Frost eingefroren. Ich lasse ihn in Ruhe und hoffe das Beste für den kleinen Kerl. Wie schön seine rote Färbung leuchtet, ganz ohne Hilfe, im sonstigen herbstlichen braungraugrün seiner Umgebung.
Das Laub lasse ich liegen, wo es liegt und gehe rein. Morgen ist schon der erste Advent. Ach du Schreck. Also hole ich die Leiter raus, krame im obersten Küchenschrankfach nach dem Adventskranz. Wenigstens das.

