#700 Meilenstein 14

Ach du Schreck, ich bin schon beim 14. Meilenstein. Siebenhundert Geschichten an einem Stück. Ich beeindrucke mich selbst, auch wenn ich gelernt habe, dass Eigenlob stinkt. Mir egal, manchmal finde ich es wichtig, sich zu ermutigen. Schließlich waren darunter zähe Tage. Oder was denkt ihr? Wie geht ihr damit um?

Mit den Meilensteinen ist es wie bei Kindern: an ihnen sehen wir schmerzlich, wie rasch die Zeit vergeht. Ein Umstand, den wir nicht aufhalten können. Allerdings merke ich im Gegenzug, wie in der Form, wie sie vergeht, die Zeit, mir das Schreiben leichter und leichter fällt. Ja, tatsächlich, es ist möglich, den Schreibmuskel zu trainieren. Eine Erkenntnis, die ich nicht für möglich gehalten habe, hätte mich jemand vor fast zwei Jahren danach gefragt.

Mein Baby dix:Minutes ist entwicklungstechnisch jetzt ungefähr im Kleinkindalter angekommen. Laufen, Sprechen, selbständig essen und auf die Toilette gehen funktioniert inzwischen genauso gut, wie in den Kindergarten gehen und dort ein paar Stunden ohne Erziehungsberechtigte auskommen. Kleinkindalter, also kurz vor dem Grundschulalter – schnauf – das ist noch ein weiter Weg bis zum Erwachsenenalter.

Aber ist das überhaupt das Ziel, alt zu werden? Reif, ja, das möchte ich werden. Immer ein wenig besser, stets leichtfüßiger. Auf diese Weise habe ich ganz viel Zeit vor mir, mich mit meinen Texten zu entwickeln. Ich nehme meine Umwelt wahr, wachse jeden Tag. Eine Aussicht, die mir wirklich gut gefällt, weil es bedeutet, dass ich viel ausprobieren kann. Ich darf Fehler machen, mich treiben lassen oder einfach meinem Herzen folgen, ohne großartig nachdenken zu müssen.

Wenn das so ist, dann schaue ich mit staunenden Augen und einer großen Portion Neugier auf das, was mich erwartet. Dazu passt der Satz, den ich heute aufgeschnappt habe: „Wenn du an dich glaubst und dir selbst treu bleibst, dann sind kleine Wunder möglich.“

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