Was gestern spektakulär am Nachthimmel funkelte, liegt heute als Müll auf den Straßen. Ein Symbol für die beiden Seiten einer Medaille? Wäre es anders, wenn jeder und jede es schaffen täte, den fabrizierten Müll selbstständig zu entsorgen? Manche Dinge verändern sich nie, obwohl es ganz einfach ist, oder?
Und da sind sie auch schon, die guten Vorsätze. Wer macht sich darüber keine Gedanken? Ich schon. Was dix:Minutes anbelangt werde ich etwas weniger schreiben, als in den vergangenen zwei Jahren. Nicht mehr jeden Tag (365), wie bisher, sondern ich werde mir den ein oder anderen Joker gönnen. Wahrscheinlich.
Ich kann nicht richtig beschreiben, wie es mir mit der Entscheidung, mit dem „Erlauben“, geht. Hört sich komisch an? Ja, so komisch, wie es sich anhört, ist es auch. Weil das Schreiben mein tägliches „reset“ ist. Ob ich es schaffe, meine Erlaubnis tatsächlich in die Tat umzusetzen? Ich weiß es nicht. Das muss ich wirklich ausprobieren. Vielleicht ergeben sich beispielsweise andere Formate.
Und vielleicht ist es gut, ab und zu alle fünfe gerade sein zu lassen und mir einen Tag ohne täglichen Blog zu gönnen. Wie beim Sport. Einmal nicht trainieren ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, tut erfahrungsgemäß gut. Jedenfalls sagt das die andere Hälfte meines Haushalts, die gerade im Gym Gewichte stemmt, während ich auf dem Sofa sitze und schreibe.
Aber was mache ich stattdessen? Was mache ich in der Zeit, wenn ich meine Gedanken nicht ordne, wenn ich nichts erzähle, mir keine Geschichte ausdenke? Unsinniges Netflix gucken? Am Handy daddeln? Soweit darf es nicht kommen. Genau das ist mein guter Vorsatz für dieses Jahr: ich möchte meine Zeit sinnvoll verbringen. Sie ist wertvoll. Besser Meditieren als unsinniges Gedöns machen, das einfach konsumierbar aber sinnfrei ist. Also, was soll es? Täglich schreiben ist eine prima Alternative.

