#755 ein Hoch auf die Fantasie

Bunt geht es zu. Was für ein schönes Geschenk. Jeden Tag können wir uns selbst damit beglücken: mit unserer eigenen Fantasie, mit unseren Träumen. Wir können Held oder Heldin in unseren eigenen Gedanken sein, unsere eigene kleine Welt aufbauen. Uns einen Rückzugsort schaffen, an dem die Wiesen grüner, der Himmel blauer, das Wasser klarer ist, ohne uns dafür rechtfertigen zu müssen. Kinder tun das offensichtlich. Noch.

Ein gehörnter Vogel mit schuppigem Hals und kleinen Ohren – warum nicht? Soll erst mal jemand behaupten, dies gäbe es nicht. Klar, vielleicht nicht hier auf unserer Erde. Aber in der Dimension unserer Fantasie oder der des Weltalls? Ist es ausgeschlossen? Schillernde Figuren aus verrückten Welten, wie in „Star Wars“ oder „Avatar“, faszinieren uns als Publikum wie eh und je.

Könnt ihr euch bei diesen Überlegungen daran erinnern, worin ihr euer eigens Idol ward? Vielleicht ward ihr in euren Gedanken ein Fußballstar, eine umjubelte Sängerin, eine Star aus der BRAVO mit Starschnitt und allem Zipp und Zapp. Oder etwas ganz anderes? Ein/e WissenschaftlerIn, ein/e NaturforscherIn, ein/e MalerIn, ein/e ArtistIn. BuchhalterIn wird es wohl kaum gewesen sein. Ich verrate es euch. Darf ich vorstellen: eine begnadete Reiterin und das tollste Pferd der Welt mit mindestens drei olympischen Goldmedaillen.

Tja, ihr vermutet richtig, daraus ist leider nichts geworden. Auch meine Forscherin-Karriere im blauen Bauwagen ist nicht so richtig in Schwung gekommen. War mein Plan B. Doch bei allem, was ich nicht erreichen konnte, ist mir immerhin die Kraft meiner Vorstellung geblieben. Passiert ansonsten nichts erwähnenswertes, ist meine Fantasie ein endloser Fundus, aus dem ich schöpfe.
Genau hier, an diesem Punkt gelange ich wieder an die Stelle, die ich oft umkreise. Ich irre nicht umher, sondern verstehe, dass mich mein Weg, wie von Zauberhand, dahin führt, was mir wichtig ist: zur Fantasie.

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