#775 gängige Methoden

Jetzt muss es schnell gehen, denn die Zeit ist bereits soweit voran geschritten, dass sich der Zeiger der Uhr dem mitternächtlichen Gongschlag nähert. Und ich? Ich habe heute noch nicht veröffentlicht. Das ist natürlich unverzeihlich. Unverzeihlich euch gegenüber und mir selbstverständlich ebenfalls. Warum mir gegenüber?, fragt ihr euch vielleicht. Nun, mein (fast) täglicher Blog ist, neben den Geschichten, dafür gedacht, dass ich die Dinge, die mir täglich begegnen, reflektiere. Ihr bekommt Lesestoff, ich reinige meine Gedanken indem ich alles niederschreibe.

Heute war das schwer. Der Tag gehörte den Aufgaben, die weder spannend noch sinnstiftend sind, sondern eher das komplette Gegenteil. Manchmal ist das der Fall. Das ist nicht weiter wild aber deshalb komme ich erst jetzt dazu, meine tägliche Fingerübung zu machen. Die Routineübung, die mir mittlerweile schwer am Herzen liegt und bei allem Stress des Tages genau das ist, was mich runter bringt, mich zur Ruhe kommen lässt. Beim Niederschreiben meiner Gedanken ordnet sich das, was ansonsten als wirres Knotengeschwür durch mein Hirn geistert. Aufgeblasen und durchtränkt von den Einflüssen des Tages. Da ist es mitunter schwer, einen Anfang zu finden, mich zu sammeln.

Habe ich es jedoch einmal geschafft, habe ich es geschafft, meine Gedanken zu fokussieren und zu schreiben, entspannt der Knoten und wickeln sich die Fäden ordentlich auf. Komisch, hätte mir das jemand vor zehn Jahren gesagt, dass dem so ist, wäre ich sicherlich skeptisch gewesen. Für Eingeweihte: ein bisschen wie der meditative Blick auf das innere Auge wie beim Yoga.

Nach einem anstrengenden Tag, tut es gut abzuschalten. Dabei hilft eine Technik, eine Aufgabe, ein Verhalten, eine Maßnahme etwas zu entspannen, durchzuatmen. Sport kenne ich oder Musik machen, mit dem Haustier kuscheln, das sind wahrscheinlich die gängigsten Methoden neben den weniger gesundheitsfördernden. Wie sieht es aus? Habt ihr auch eine Methode gefunden?

Teilen:

Weitere Beiträge