#790 Bob der Baumeister

Ich hatte unlängst von der Baustelle in unserem Garten berichtet. Heute war Tag zwei der Maßnahmen. Und heute rückte dazu noch ein riesiger Kran an, um die Bauelemente zwischen uns und dem Nachbarhaus zu befördern, damit sie in luftiger Höhe montiert werden konnten. Das war ein Spektakel. Von überall schauten neugierige Gesichter auf die Geschehnisse bei uns. Hinter Scheiben, auf Balkonen, auf der Straße und von Gegenüber. Hatten es sich, wie Waldorf und Statler, in ihren Logen bequem gemacht und mümmelten dabei Sandwiches.

Alles in allem klappte es besser, als ich es mir gedacht hatte. Selbst unser Marillenbaum nahm bei der Aktion wenig Schaden. Jedenfalls im Geäst. Was das Wurzelwerk betrifft müssen wir schauen, ob alles gut gegangen ist. Er wird es uns mitteilen.

Ganz neue Anblicke und Ausblicke ergeben sich nun. Mein Gärtnerinnen-Ich ist bereits im Planungsmodus für die nächsten Schritte: der Begrünung des Geländers. Endlich haben meine Pflänzchen genügend Möglichkeiten zum Klettern. Ich hoffe, die anderen finden die Idee genauso gut wie ich. Mal Schauen.
Die Firma hat gute Arbeit geleistet und vorbildlich sogar den Eimer mit dem Bauschutt abtransportiert (#789 ein Nachmittag beim „Sachen suchen“). Zwar fehlt jetzt unser Eimer aber gut, der ist ersetzbar.

Mittags, als alle auf den Kran warteten, haben sie eine gemütliche Pause im Sonnenschein auf unserer Wiese eingelegt. Ich stelle es mir ganz befriedigend vor, am Ende des Tages zu sehen, was geschafft wurde. Das fehlt mir, muss ich ehrlich zugeben, bei meiner Tätigkeit. Gefühlt habe ich tausend Dinge bearbeitet, doch davon ist kaum etwas sichtbar. Augen auf bei der Berufswahl, kann ich nur sagen und bin ein klein wenig traurig darüber, früher nicht mehr Möglichkeiten oder Ideen gehabt zu haben, um mich mehr hätte ausprobieren zu können. Wohl dem, der diese Option ziehen kann. Das ist ein Geschenk.

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