Leider sind die Beschriftungen an den Schubladen an der Rückwand unleserlich. Das wäre spannend zu wissen, was sich darin befindet. Dafür mache ich gleich mehrfach Werbung für Produkte aus, die es heute immer noch gibt: Dr. Oetkers Pudding oder ATA habe ich beides im Haus. Meine Oma hat, jedenfalls in meiner Erinnerung, vieles, wenn nicht alles mit ATA geputzt. Wahrscheinlich steht es bei mir deshalb ebenfalls im Haus. Ganz oben auf der Schubladenwand steht ein Waschmittelpulverpäckchen neben dem anderen. Persil, was sonst?
Wofür die Waage genau gebraucht wird, erschließt sich mir nicht ganz. Großartig etwas zum Abwiegen sehe ich bis auf die Zwiebeln nicht. Oder doch? Das, was in den großen, durchsichtigen Gläsern wartet, sieht wie Bonbons aus. Könnten auch Hülsenfrüchte sein. Obwohl diese sicherlich nicht in Glasbehältern aufbewahrt wurden. Bonbons macht mehr Sinn. Damals wie heute sind die Süßigkeiten für Kinder genau auf deren Augenhöhe ausgestellt. Quengelhöhe. Krass, dass mit diesem Trick seit je her gearbeitet wird.
Ob die Kundinnen und Kunden selbst die Bonbongläser über die Ladentheke hoben oder die Verkäuferin um diese herum kam, um die Leckereien aus den Gläsern in Tüten zu verpacken, frage ich mich. Beides scheint mir ziemlich umständlich zu sein. Doch dass die vielen Gläser nur der Optik wegen dort stehen, kann ich mir nicht vorstellen.
Zu guter Letzt stehen Weinflaschen, oder ist es Likör?, im Regal auf der rechten Seite. Alles in allem handelt es sich um eine komische Mischung an Produkten. Zwiebeln, oder ist das Knoblauch? Könnte möglich sein. Nun, das in Einheit mit Schokolade, Konfekt und Bonbons? Gut zur Schokolade passt Kaffee aber warum gibt es dann außerdem ATA und Persil. Wilde Mischung. Habt ihr eine Idee? Meine Vorstellung von einem Tante-Emma-Laden sieht jedenfalls anders aus. Das Sortiment erinnert mich an Feinkostgeschäft und Kolonialwarenladen mit einem Schuss Drogeriewaren. Tatsächlich? Spannendes Konzept.

