Nach einem sportlichen Wochenende und ebenso sportlichen Montagabend kommt der Dienstagabend sehr entspannt daher. Tagsüber knubbelt sich, wie immer, alles in der letzten Woche vor den Feiertagen und die Liste mit meinen To-dos (ich weiß nie, wie ich das Wort richtig schreibe, deshalb habe ich endlich im Duden nachgeschlagen – et voilà – so ist es richtig) ist noch lang. Jetzt heißt es gut organisiert sein, damit die Hektik nicht zur Panik wird und das Stresslevel weiter unnötig steigt.
Seit ein paar Tagen liegt ein Zettel auf der Kücheninsel, auf dem ich diejenigen Aufgaben nach und nach notiere oder bereits notiert habe, die mir zwischendurch einfallen und die ich nicht vergessen darf. Morgen habe ich bereits frei und wenn ich mir den Zettel anschaue, weiß ich, dass es mir auf gar keinen Fall langweilig werden wird. Im Gegenteil. Im Kopf habe ich mir bereits einen groben Ablaufplan zurecht gelegt, damit ein wenig Platz in der Zeit für mich selbst übrig bleibt.
Jetzt allerdings, jetzt liege ich gemütlich mit der anderen Hälfte meines Haushalts auf dem Sofa. Dabei stelle ich fest, dass es endgültig soweit ist. Früher hätte ich es nie für möglich gehalten. Wir haben das gleiche Outfit an. Gut, es ist Vereinskleidung. Trotzdem. Hilfe. Wo bin ich gelandet? Wie Zwillinge im Partnerlook. Wir lachen über diesen Fakt und ich störe mich ausnahmsweise nicht daran. Warum auch? Erstens gehe ich diesbezüglich großzügiger mit mir und meiner Umwelt um und zweitens bin ich viel zu faul, die Situation zu verändern. Außerdem sieht uns, drittens, niemand. Da kann ich also guten Gewissens großzügig ob dieses Lapsus sein, denke ich mir und tunke meine Sesambrezeln in die Chilisoße. Heute lasse ich wirklich keine Peinlichkeit aus. Aber morgen, morgen geht es dann wieder gesitteter zu. Versprochen.

