Einer guten Tradition folgend , ist samstags einer meiner klassischen Einkaufstage. Ob Markt oder Supermarkt, Getränkehandel oder Bioladen, alles kommt vor. Einkaufen ohne Dogma, alt Bekanntes oder neuer Gusto, alles geht. Dabei ist eher mein Mangel an Idee bei der Frage: was koche ich morgen?, eine Bremse. Allerdings fällt das kaum auf, weil ich mit bewährten Zutaten oftmals ganz unterschiedliche Mahlzeiten auf den Tisch bringe. Ganz einfach, weil ich nie nach Rezept koche. Und so schmeckt es fast jedes Mal anders, gibt es eine Variante von etwas. Das sorgt für genug Abwechslung, finde ich.
Gerade brutzelt ein grünes Curry auf dem Herd und die andere Hälfte meines Haushalts übernimmt dabei die Aufgabe, den Reis im Reiskocher zuzubereiten. Der Reiskocher gehört zu den ganz wenigen Gerätschaften, die wir außerhalb von Wasserkessel, Bialetti und Wok tatsächlich besitzen.
Da ich heute ein wenig bewegungseingeschränkt bin, musste er mir ran (#179 Dropkick) und mir als Tragehilfe zur Seite stehen. Nicht gerade seine Lieblingsaufgabe, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt. Nun, als wir zurück kamen, war meine Nachbarin gerade dabei, ein wenig Ordnung im „Vorgarten“, oder wie der Streifen neben dem Haus genannt wird, zu erledigen. Das hat mich inspiriert.
Ehe ich es mich versah, fand ich mich mit der Heckenschere in der Hand im Garten stehend wieder und rückte dem Efeu zu Leibe. Lange schon stand diese Tätigkeit auf meiner Garten to-do-Liste. Jetzt war die Gelegenheit günstig. Das Wetter spielte mit und die eine oder andere Tablette entfaltete gerade ihre Wirkung. Außerdem stand mir nicht der Sinn danach, mich an diesem schönen Tag ausbremsen zu lassen.
Es ging gut voran. Hinter all den Ranken kam, wie ein Wunder, meine Gartendeko von anno dazumal ans Tageslicht. Nun ist wieder genug Platz vorhanden, dass jedes Pflänzlein sprießen und wuchern kann. Der Frühling kommt bestimmt.

