Der Schlüssel verschwindet im Schloss. Ich drehe ihn und den schwarzen Handgriff nach rechts und öffne das Garagentor. Es quietscht während ich am Tor ziehe. Ich mache mich lang, strecke einen Arm hoch und drücke das Tor an seiner Unterkante mit einem letzten Schwung ganz nach oben, um zu verhindern, dass es mir auf halber Strecke entgegen kommt und wieder zufällt. Von der Innenseite des Handgriffs hängt eine dünne Schnur herab an dessen Ende eine schwarze Seilglocke mir vor der Nase baumelt.

Ein roter Kleinwagen steht umringt von Rädern in der Garage. Zwei weitere, Rennräder, hängen an der rechten Wand und vor Kopf. Es ist eng. Meins steht vorne links. Damit sein Lenker beim Einsteigen ins Auto nicht hinderlich ist, ist der Ständer eingeklappt und es lehnt mit seinem Korb auf dem Gepäckträger rücklings an der Garagenwand. Ansonsten wäre kein Durchkommen zur Fahrertür. Alles hat seinen ausgeklügelten Platz.

Ich schiebe mein Rad heraus, klappe seinen Ständer aus und positioniere es an der Hausmauer zwischen Haustür und Garage. Die Haustür ist aus Holz, dunkelbraun gestrichen. Sie hat rechts ein undurchsichtiges Lichtband samt messingfarbigem Briefkasteneinwurfschlitz. Die Fassade besteht aus sandsteinfarbigem Klinker. Mein Fahrrad steht jetzt weit genug entfernt und ist aus dem Weg, wenn ich das Tor gleich schließe. Mit einem Ruck reiße ich an der Schnur.

Das Tor stöhnt blechern und quietscht erneut, bevor es mit einem lauten Rums zufällt. Während meine Hand zum Griff fasst, um ihn in seine waagerechte Ausgangsposition zu drehen, trete ich mit meinem Fuß unten mittig gegen das Tor. Nur so greift sein Schließmechanismus. Viele Füße treten seit vielen Jahren dagegen. Die dunkelgraue Farbe ist dort verschwunden und zeigt das blanke Metall hervorschimmern. Ich drehe den Griff, ziehe den Schlüssel heraus. Nun ist es verschlossen und es kann los gehen. Ich steige aufs Rad.

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