#354 wie die Großen

Heute muss ich früh aus der Pofe raus. Hilft alles nichts. Heute ist nämlich Frühsport angesagt. Selbstgewählter Frühsport wohlgemerkt. Wer mich inzwischen kennt, weiß, dass das nicht meine favorisierte Tageszeit ist. Mein Morgen hat eher Blei im Arsch als Gold im Mund. Nur, um die Rednesart zu bemühen. Was könnte es also sein, dass mich […]

#330 in der Umkleide

Das Schwimmtraining ist beendet. Ich verlasse die Umkleide und stelle mich unter den Fön. Mein Blick schweift den Gang entlang und findet sich in grün-weißen Fliesen, grünen Kabinentüren wieder. Der Fön erinnert mich an eine Autowaschanlage. Ähnlich laut und mindestens genauso heftig bläst er mir mäßig warmen Wind um die Ohren. Ich stelle mir vor, […]

#314 verkaufsoffener Sonntag

Heute ist verkaufsoffener Sonntag und ich gehe nicht hin. Überhaupt bin ich heute weder Fisch noch Fleisch und kann wenig mit mir anfangen. Solche Tage gibt es. Ich kenne das und ihr vielleicht auch. Also überlege ich mir, was mein Plan sein könnte und setze mich nach dem Frühstück an den Schreibtisch. Textarbeit ist angesagt […]

#311 Sonnengruß

Ich lasse mich von der Erde tragen und schaue gen Decke. Dabei erhasche ich im Augenwinkel den geschwungenen Schriftzug Anno 1795, der auf dem obersten Rand des alten Bauernschranks geschrieben steht. Er ist mit Blumen verziert. Ich liege davor auf meiner Yogamatte und atme. Der Raum ist gemütlich beleuchtet. Ein schwacher Duft nach Räucherstäbchen liegt […]

#295 schwimmen

Ab Mitte September ist sie wieder da, die Hallenbadsaison. Das Freibad hat seine Tore endgültig geschlossen, der Stöpsel ist gezogen – kein Wasser mehr. Sehr bedauerlich für mich, wie ihr wisst. Ganz so schlimm ist es nicht. Doch der Reihe nach. Montags, kurz nach neunzehn Uhr geht es los. Draußen ist es dunkel. Manchmal bereits […]

#284 Schweinehund

Je nach Tagesform und Verfassung mag ich den Spruch: „Nur die Harten kommen in den Garten“ oder finde ihn total doof. Bewegung hilft. Hilft mir entweder dabei meine Gedanken zu fokussieren oder meinen Kopf frei zu bekommen, indem ich an nichts denke. Außer, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Meine Taktik heute ist einfach. […]

#272 Routine

Heute ist ein guter Tag, um Sport zu treiben. Ich probiere es wieder mit joggen, denn das geht ohne viel Drumherum vorzubereiten, unkompliziert halt. Mein Monstermuskelkater (#261 einundvierzig Prozent) ist schließlich weg und es gibt keine Ausreden mehr. Also laufe ich bei schönem Wetter los. Auf den ersten paar Metern überlege ich, dass ich keine […]

#261 einundvierzig Prozent

Seit Sonntag habe ich einen Monstermuskelkater. Das ist wahrlich nicht übertrieben. Mir tun meine Beine weh, als gäbe es kein Morgen. Dabei bin ich nur gejoggt. Flach am Fluss entlang. Nix Bikepacking-Tour und Berge rauf und runter (#240 Bagnères-de-Luchon), nein, einfach nur gemütlich neun Kilometer leichtes Lauftraining. „Du läufst wie ein altes Waschweib“ muss ich […]

#223 Wettkampfsonntag

Der Wettkampfsonntag findet ohne mich statt. Ich bin als Support dabei und schaue mir das Triathlonspektakel aus der Distanz an. In der Halle des örtlichen Sportvereins gibt es die Startunterlagen. Nebenan auf dem Sportplatz ist das Ziel aufgebaut. Rund um die Bande der Tartanbahn hängen die Sponsorenbanner, Beachflags flattern im Wind, die Verpflegungsbuden sind parat. […]

#222 Summer of Sports

Vor vielen, vielen Jahren gab es den Summer of Love, dieses Jahr gibt es (mal wieder) einen Summer of Sports. Ihr seht, ich kann nicht umhin ein wenig über Olympia zu schreiben. Wie finde ich es doch faszinierend, mich mit Sportarten zu beschäftigen, die sich so völlig außerhalb meines eigenen Dunstkreises, meines eigenen Erfahrungshorizonts bewegen. […]