#241 Monsieur Claude und seine Töchter

Der letzte Col für diese Tour. Der letzte Col, der Peyresourde, steht heute auf dem Programm. Gleich hinter dem Ortsausgangsschild von Luchon geht es aufwärts. Dreizehneinhalb Kilometer liegen bis zum Gipfel vor mir. Was mich aufmuntert, ist die Aussicht auf ein leichtes Vorrankommen danach bis zum heutigen Etappenziel. Unten am Fuß des Bergs überholt uns […]

#240 Bagnères-de-Luchon

Dinge und Zustände entfalten immer dann ihren wahren (persönlichen) Wert (positiv oder negativ), wenn sie vergleichbar sind. Wobei die Vergleichbarkeit stets im Auge des- oder derjenigen steht, der ihn oder sie anstellt. Wichtig ist dabei für mein Dafürhalten, dass es tatsächliche Erlebnisse sind und keine Eindrücke vom Hörensagen. Nun gut, manche Katastrophen möchte ich nicht […]

#239 morgens um sieben

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Denke ich für gewöhnlich auch, denn es kann schließlich noch nicht viel passiert sein. Die Nacht im Zelt war gemütlich aber kalt. Mit Einbruch der Dunkelheit habe ich selig geschlummert, voll mit den Erlebnissen und geplättet aufgrund der körperlichen Herausforderungen des Tages. Die Flasche Wein hatte […]

#237 Carrefour express

Das Frühstück ist in der geräumigen Küche der Unterkunft gerichtet. An einer langen Tafel haben alle Gäste Platz. Es wird munter parliert. Auf französisch und englisch. Alles durcheinander. Wer woher kommt und wohin es sie oder ihn heute verschlägt. Wer welche Erfahrungen mit was hat und so weiter. Alle sind gleich. Jeder spricht mit jedem. […]

#236 sechzig Kilometer

Unverhofft kommt oft oder es läuft grundsätzlich immer anders als (man) ich denke. Das sind wohl die beiden Überschriften, die für mich für den heutigen ersten Tag unserer Bikepacking-Tour stehen. Der Start war super. Der Mistral blies in ausreichender Menge schön von hinten und hat mich die ersten dreißig Kilometer im Flug nehmen lassen. Doch […]

#235 on the Road

Das Gepäck ist verstaut, die Räder befestigt, es kann los gehen. Das leicht aufgeregte Gefühl, dass sich in meiner Magengegend seit ein paar Tagen eingenistet hat, ist weiterhin da. So, wie es das, wenn ich zurück blicke, schon immer war. E gal in welchem Alter ich mich befinde, ist die fröhliche Anspannung kurz vor Urlaubsbeginn […]

#232 easy going

Warum ich meinen heutigen Text mit easy going überschreibe ist mir ein einziges Rätsel. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mein Alter Ego gerne auf die Sonnenseite des Lebens blickt anstatt mit mir in den Untiefen derjenigen Dinge zu verharren, die meinen Horizont gänzlich übersteigen. Was ich damit sagen möchte ist, dass Herausforderungen – gerade wie […]

#231 zwischen Baum und Borke

Seit einer ganzen Weile fühle ich mich schon, wie ein kleiner dicker Käfer, der zwischen Baum und Borke eingekeilt sein Dasein fristet. Seit einer ganzen Weile? Bezogen auf was? Darauf bezogen, dass die digitale Welt um mich herum deutlich mehr meiner alltäglichen Aufmerksamkeit verlangt und dem gegenüber noch die analoge Welt ihren Tribut fordert. Als […]

#230 Rainy Day

Vom schönen Wetter der letzten Tage verwöhnt, legt der Sommer heute eine Pause ein. Für mich hat die Pause bereits gestern Abend begonnen, als ich mit einem ganzen Haufen von Leuten auf dem Winzerfest in der Nähe war. Die Regenapp hatte das schlechte Wetter erst für vierundzwanzig Uhr angesagt. Daran hat sich das Wetter leider […]

#229 Kauz

Ich sitze in der Fußgängerzone draußen im Restaurant (#137 Asia Wok) an einem leicht lädierten Holztisch. Ein älterer Mann kommt auf einem Damenrad mit Korb vorbei. Er hat offensichtlich ebenfalls die Absicht, hier etwas zu essen. Gute Wahl. Es geht schnell und ist lecker. Er stellt sein Rad ab, läuft mehrfach zwischen diesem und dem […]