#839 in den Schatten gestellt

Meine Lebensgeister sind wieder geweckt. Obwohl, ein wenig skeptisch war ich heute früh dennoch, weil die Oberschenkel krampfbedingt kurz über den Knien schmerzten. Der gefürchtete drei-Tages-Muskelkater. Aus diesem Grund gönne ich mir zum Frühstück neben meiner Tasse Cappuccino jeweils drei Salztabletten und drei mit Magnesium. Aufgrund des Kettenabsprungs am Mont Ventoux musste mein Rennrad kurz […]
#788 I did it again

„Rauf, rauf, rauf, immer nur die Treppe rauf“, ist familienintern ein geflügelter Satz, den wir einem Spielfilm geklaut haben. Daran muss ich denken, als die erste „mur“ vor mir liegt. Nun, ihr denkt es euch bestimmt schon und habt natürlich vollkommen recht. „Mur“, folglich „Wand“ ist völlig übertrieben. Handelt es sich doch um den winzigen […]
#784 es ist wieder soweit

Keine Gnade für die Wade lautet das Motto des heutigen Tages. Ich habe es schon viel zu lange vor mir her geschoben. Intellektuell gesprochen heißt das wohl: prokrastinieren was ich ansonsten einfach als: davor gedrückt nennen würde. Egal wie, heute muss ich ran. Die ersten Kilometer auf dem Rad seit einer viel zu langen Zeit. […]
#729 Kehraus

Jetzt ist es soweit. Der letzte Tag dieses Jahres ist angebrochen. Ich versuche, in meinen Vorbereitungen auf einen schönen Silvesterabend, den wir mit unseren Freunden verbringen werden, ein wenig inne zu halten. Inne zu halten und zu resümieren, wie das fast abgelaufene Jahr war. Was war gut, was nicht? Was waren meine Highlights in 2025? […]
#595 Satteltaschen und andere Gepäckstücke

Ich sitze auf meinem Lieblingsplatz draußen auf dem Balkon, fange das letzte Licht des Tages ein und schreibe. Wie angedeutet, habe ich heute einige Tätigkeiten erledigt, die gestern liegen geblieben sind. Dazu gehört – ganz wichtig – das Probepacken meiner Satteltaschen. Inzwischen habe ich einen geübten Blick für das Maß, beziehungsweise das Fassungsvermögen, welches mir […]
#585 kaputt

Es ergibt sich heute, dass mir Zeit geschenkt wird. Ich es nicht eilig habe, kein Termin auf mich wartet. Außer heute morgen, als ich zeitig beim Friseur in der Großstadt nebenan sein musste. Ich bin, wie die letzten Male auch, mit dem Rad zu ihm unterwegs. An die schlechten Wegeverhältnisse für Radfahrer bin ich inzwischen […]
#564 von A nach B

Ich steige aus meinem Fahrzeug, gehe auf die andere Seite und hole Laptoptasche, Handtasche, Einkaufsbeutel mit dem Brot vom Bäcker, Regenschirm vom Beifahrersitzt. Dabei fällt mir ein Fahrrad auf – ist es überhaupt eins?, das hier, angeschlossen an den Straßenlaternenpfahl, steht. Wie sieht das denn aus? So eine ungewöhnliche Konstruktion habe ich noch nie gesehen. […]
#558 einmal Tübidings und zurück

„Du bist schneller als die Tour de France“ lauten die Worte, mit denen ich bei meiner Rückkehr vom Sofa aus begrüßt werde, „die haben noch siebenundzwanzig Kilometer zu fahren“. Da liegt sie, die andere Hälfte meines Haushalts, im diffusen Dämmerlicht bei halb heruntergelassenen Rollläden und schaut die 8. Etappe an. „Ja, was machst du hier?“ […]
538 auf dem Prüfstand

Nachdem die Straße den Diegeldingelsberg kurvig bergauf verlief, fängt hier, hinter der kleinen Ortschaft, das richtig ätzende Stück Strecke an. Ich weiß das, also bin ich vorbereitet und verzage nicht, als ich es vor mir liegen sehe. Nun heißt es weiter ordentlich in die Pedale treten. Meinen Blick lenke ich abwechselnd zäh auf die Leitpfosten […]
528 durch den Wald

Ich biege mit dem Rad von der Straße in den Waldweg ein, wo mir sogleich der unverkennbare Knoblauchgeruch des Bärlauchs entgegenschlägt. Ich dachte, die Zeit sei schon längst vorbei. Deshalb schaue ich mich um. Tatsächlich, an den schattigen Stellen am Fuß des Anstiegs sind die Frühjahrsboten noch nicht verblüht. Für mich geht es auf dem […]