#925 dazwischen

Ganze zwei Tage ohne dix:Minutes – hatte ich das schon mal, frage ich mich ernsthaft ohne in den Tiefen des Backends meiner Homepage nachzuforschen. Hintereinander wahrscheinlich nicht. Doch ich bin entspannt, schließlich gab es während meines Urlaubs einige Geschichten zu erzählen. Und jetzt? Wie bekomme ich den Turn zum Alltag wieder hin? Vielleicht kommt euch das bekannt vor: die Erinnerungen sind da, verblassen zusehends im Alltagsgeschehen und verflüchtigen sich wie Rauch oder Nebel.

Deshalb stelle ich mir die Frage, was ich benötige, um alle Eindrücke so lange wie möglich zu konservieren. Ich brauche ein Bild vor Augen. Ich habe ein Bild vor Augen. Eines, dass ich nicht fotografieren konnte, das sich also nur in meine biologische Festplatte einbrannte. Ich es bewusst dort abspeicherte.

Es war beim Schwimmen (wo auch sonst?). In meinem #918 gelbe Boje-Outfit war ich mehrmals im Wasser. Fünfzehnhundert Meter war meine längste Strecke an einem der letzten Tage.

Beim Kraulen atme ich immer nach links. Auf meinem Rückweg zum Ufer sah ich auf diese Weise schräg gegen die Sonne, die die Wellen anstrahlte. Ich schwamm durch ein Meer aus flüssigem Silber. So sah es für mich aus. Es war dermaßen schön, dass ich bei jedem Atemzug mir bewusst dieses Bild einprägte. Wieder und wieder. Es festhalte auf meiner Seele.

Dort ist es nun hoffentlich gut konserviert für die Ewigkeit. Jedenfalls für meine und der Alltag kann kommen. Die Koffer sind ausgepackt. Die Picknickdecke wieder in den Keller verbannt. Der Sand, den wir beim Auspacken verstreuten, ist weggesaugt und die Wäsche ist schon fast komplett wieder im Schrank verstaut. Am Horizont warten die nächsten Abenteuer, die nächsten Projekte, die nächsten Aufgaben auf mich.

Gerade ist es noch ein wenig unüberschaubar. Ich muss mich sortieren, priorisieren, auswählen und mich zu Manchem auch durchringen und überwinden. Also Willkommen zurück.

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