#955 ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

Es ist wieder soweit. Die Zeitumstellung bringt es mit sich, dass es fast dunkel ist, als ich das Büro verlasse und mich zu meinem parkenden Auto begebe. Das hätte ich heute besser nicht gemacht, mit dem Auto fahren.

Es war eine Katastrophe und ich bin gespannt, was mich auf meinem Rückweg erwartet. Ich hoffe, ich bleibe blitzerfrei. Zu all dem Ärgernis – jede/r hier Ansässige versteht, was ich meine – kam heute Vormittag das hinzu. Ein Erinnerungsfoto. Plus Lichthupe des SUV-Fahrers hinter mir. Ich weiß nicht, was sollte das bedeuten? Manchmal ist Verkehr wie Schlussverkauf: irrational.

Aus diesem Grund zücke ich mein Handy, während ich durch das trockene, bunte Herbstlaub stampfe und mich dabei ertappe, den Blätterhaufen leicht mit den Fußspitzen nach oben zu kicken. Die Blätter stieben in die Luft, werden herumgewirbelt von der leichten Brise, die weht und umranden auf diese Weise meine Schritte, geben mir ihr Geleit. Es raschelt schön, wenn das Laub vor mir auf und ab hüpft.

Ich drücke bei Google-Maps auf meine Heimatadresse und schaue mit die vorgeschlagenen Routen an. Na prima, alles rot. Wie heute Morgen. Rückabwicklung der Verhältnisse sozusagen. Ich seufze, denn mir bleibt nichts anderes übrig, als mich in das Abenteuer Feierabendverkehr in unserer Autofahrer-Metropole zu stürzen. Jedenfalls lerne ich auf diese Weise die Stadt ganz neu kennen. Interessant, welche Ecken es so gibt.

Nach Maps zu fahren, hat sich als einzig sinnhafte Möglichkeit herausgestellt, einigermaßen staufrei und zügig unterwegs zu sein. Dummerweise war ich heute früh nicht ausgeschlafen genug, um Straßenverhältnisse und Schienenverkehr miteinander zu vergleichen, um mich dann lagebedingt zu entscheiden. Gut, dann nehme ich mir das mal für morgen vor. Wenn es etwas gibt, was ich gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass kein Tag wie der andere ist.

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