#878 Paare, Passanten – unglaubliche Vielfalt

Die Person trägt ihr graues Haar zu einem akkurat geschnittenen Bob. „Das ist die Jeans unter den Frisuren“, sagt der Friseur, „das geht immer. Egal ob jung oder alt“. Sie ist schlank, dürr eigentlich. Das schwarze Polohemd steckt in einer Hose, die mit dem breiten Bündchen an der Taille, ihre tadellose Figur zusätzlich betont. Sie ist dreiviertellang, so dass unterhalb des Knies ihr Bein hervorschaut. Die Haut der Person ist hell, fast weiß. Nicht nur an den Beinen, sondern auch im Gesicht. Roter Lippenstift haucht ihr Schneewittchenhaftes ein.

Die Mundwinkel der Person bilden einen exakten Bogen wie beim Smiley, dessen Öffnung nach unten zeigt. Das verleiht ihr einen strengeren, traurigeren Ausdruck, als es vielleicht tatsächlich der Fall ist. Das Kinn ist lang und rund. Beinahe will es aus dem Gesicht herauswachsen. Von der Seite betrachtet bildet seine Spitze eine exakte Linie zu den Ohrläppchen und zum Hinterkopf. Als sie sich bewegt, wippt ihre Haarlocke auf der Stirn auf und ab.

In den schwarzen Lackschuhen der Person stecken schwarze Nylonstrümpfe in 80 DEN. Nach ein wenig Haut münden ihre Beine in einer knapp bis zum Knie reichenden, grauen Bundfaltenhose aus leichtem Sommerstoff. Ihre Hände stecken in deren Taschen. Das rückenfreie Top ist im Nacken mit einer Schleife gebunden, deren Enden lang herunter hängen. Die Haare sind an den Schläfen durch jeweils drei Spangen gezähmt und springen im Nacken keck nach außen.

Die Person stellt ihren E-Scooter ab. Dabei klappt sie mit der anderen Hand tastend den mit blauem Velours bezogen Sitz runter und nimmt Platz. Aufgrund ihrer Leibesfülle sind die Sitze rechts und links von ihr unbrauchbar. Auf dem massiven Körper sitzt ein ebensolcher Kopf. Sie ist in alle Richtungen gewachsen. In der Hand hält sie einen kleinen, batteriebetriebenen Ventilator, der ihr Luft zu fächert.

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