#816 mit sportlichen Grüßen

Vor die Wahl gestellt, ob wir heute frühmorgens aus den Federn kommen und an der Rad-Touristik-Fahrt in Plüderdingsbumshausen teilnehmen oder es gemütlich angehen lassen, nun, diese Frage haben die andere Hälfte meines Haushalts und ich mit: nein beantwortet. Nichts desto trotz musste ich heute ran, schließlich wartet der Mont Ventoux auf mich und um ihn zu bezwingen, braucht es Übung und Kondition.

Voll motiviert habe ich meinem Radguide die Order erteilt, uns über den Anstieg in Dingeldingens auf unseren Hausberg rauf zu jagen. Hilft ja alles nichts, da muss ich durch, will ich in Frankreich nicht komplett untergehen. Also, das Ziel ist klar und jetzt heißt es in meinem unnachahmlich gut gepflegten Minimax-Prinzip mit so wenig Aufwand wie möglich, ein passables Ergebnis oder, wie in diesem Ziel, Voraussetzung zu schaffen.

Oft bin ich in diesem Jahr noch nicht gefahren und hatte zu allem Ärgernis eine unliebsame Begegnung mit einem Auto, das mir die Vorfahrt genommen hat. Zum Glück bin ich mit einem Schrecken und blauen Flecken davon gekommen, dennoch kreisen meine Gedanken um diese Begegnung. Ich merke, dass ich vorsichtiger agiere als sonst und spreche mir selbst Mut zu. Ich kenne die Strecke gut, was für das erste Mal Rennrad vorteilhaft ist.

Beim Rennrad habe ich die Herausforderung, dass die Vorder- und Hinterradbremsen anders sind als beim Gravel. Das gilt es zu beachten. Das Wetter ist herrlich und wir kommen gut voran. Ich registriere, dass sich meine Routine recht schnell einstellt. Dann kommt er, der Anstieg und ich trete in die Pedale. Zu meinem Erstaunen und zu meiner Freude läuft es gut. Ich komme viel zügiger voran als gedacht und fühle mich trotz mäßiger Kondition richtig gut. Selbst der Tacho ist in einem Bereich, den ich nicht für möglich gehalten hätte. Was für ein schöner Ansporn.

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