#827 Alles Verpflegung oder was?

Meine Nacht war ähnlich unruhig, wie vor einem richtigen Wettkampf. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob ich selbst am Start stehe oder nur als Supporterin vom Rand aus zuschaue. Wobei, zuschauen eher weniger der Fall ist. Meistens habe ich gewisse Aufgaben zu erfüllen. Muss zu einer bestimmten Zeit mit bestimmten Gegenständen irgendwo sein, was ich grundsätzlich gerne mache.

Wenn ihr denkt, jetzt würde ein: aber folgen, muss ich euch leider enttäuschen, denn es ist tatsächlich etwas, was mir Spaß macht. Mein persönliches Handicap liegt eher bei mir selbst. Mich pünktlich und organisiert zu einer bestimmt Zeit an einem Ort einzufinden, der mir möglicherweise wenig bis gar nicht bekannt ist, die Dauer meines Weges dorthin einzuschätzen und so weiter, das ist meine persönliche Challenge an diesen Unterstützungstagen.

Außerdem weiß ich nach all den Jahren immer noch nicht, wie lange die andere Hälfte meines Haushalts für welche Distanzen braucht. Sicherlich habt ihr euch schon gedacht, dass ich vom Triathlon spreche. Ich kann es mir einfach nicht merken. Ich habe keine Ahnung, warum, doch ich kann es nicht leugnen. Deshalb schreibe ich mir einen kleinen Spickzettel. Oder stelle mir am Handy den Wecker mit: jetzt loslaufen zum: …was auch immer. Ich war schon zu spät am Ziel oder habe die Wechsel verpasst. Unabsichtlich.

Nun, gestern hatte ich die Aufgabe übernommen, für ein paar Leute aus dem Verein, für die wir einen ganztätigen Testtriathlon organisiert hatten, als Wasserträgerin zu fungieren. Klare Aufgabe, kein Problem. Natürlich war ich an der zweiten Verpflegungsstation etwas zu spät für den ersten Laufdurchgang dran, weil ich mit dem Auto anders fahren musste, als gedacht. Zum Glück hat trotzdem alles gut funktioniert und ich konnte Wasser und Cola an den Mann und die Frau bringen und ich war abends ähnlich erledigt, wie die Sportler:innen. Verrückt.

Teilen:

Weitere Beiträge