Oh, es ist schon so weit, stelle ich überrascht fest, als ich mein Tablet aufklappe, bereit für meine nächste Geschichte. Ich hatte vermutet, dass ich noch ein paar Tage Zeit habe, doch ihr habt es anders entschieden. Die nächste zehntausender Marke ist überschritten und ich bin beeindruckt. Von euch und ein wenig von mir selbst. Und da sich die Besucherzahl bei dix:Minutes inzwischen in schwindelerregende Höhen schraubt, kann ich das selbstverständlich nicht unkommentiert lassen.
Stimmt das, frage ich skeptisch, egal was mein IT-Support sagt und freue mich trotzdem. Innerlich. Still vor mich hin und verschone euch mit hochtrabenden Worten und einer langatmigen Rede. Nur so viel: hätte ich dich (also mich) erwartet, hätte ich Kuchen da (Zwinkersmiley).
Da Schreiben, wie ihr wisst, viel mit Sport und Disziplin gemein hat, schaue ich auf meine smarte super-trouper-sie-misst-alles-Uhr und sage: ätsch! Die angezeigte „Unterforderung“ und die Aufforderung zur „Aktivität“ kann mich mal. Ich bin eine Langstreckenschreiberin. Wie viele finden sich hier zum Wettstreit? Nicht viele, möchte ich meinen. Ha, der Punkt geht an mich.
Als mein Vater mir früher den Spitznamen: „Kämpferherz halbe Lunge“ verpasste, dachte er bestimmt nicht ans Schreiben, sondern an die sportliche Herausforderung. Ganz falsch lag er damit nicht. Vor Kurzem habe ich den „Giganten der Provence“ bezwungen und mich durch allerlei andere sportliche Abenteuer geschleppt. Selbst die andere Hälfte meines Haushalts wundert sich manches Mal, wie ich es oft schaffe, mit dermaßen wenig Training den Mut aufzubringen, mich an die Startlinie zu stellen.
Nun, dass ich das mehr als einmal bitter bereute, steht auf einem anderen Blatt. Ich mache einfach und schaue dann ich weiter. Schön, wenn ich für die anderen Heldinnen und Helden der Meilenstein bin, den sie schaffen zu überholen. Ich gebe ihnen ein gutes Gefühl. Ich, für meinen Teil, kämpfe in einer anderen Liga.

