#842 meine Spielwiese

Nach der Plackerei in der Sonne der Provence und den hügeligen Herausforderungen, die die vergangene Woche mit sich brachte, begebe ich mich nun wieder auf das Terrain, das mir mehr als Wettkampf und sportliche Leistung liegt. Selbst, und das muss ich an dieser Stelle offen zugeben, ich auch hier gerne erfolgreicher wäre. Komischerweise steht mir mein Schweinehund nur in diesen Fällen im Weg. Bin ich hingegen kreativ, scheint ihn das kein bisschen zu stören. Im Gegenteil. Er verhält sich komplett unauffällig, abwesend und brummt höchstens ein wenig schläfrig vor sich hin. Ob er mir damit einen Wink geben möchte? Ich werde es fortan als solchen betrachten und mich mit meiner Spielwiese beschäftigen.

Trotz dieser Überlegungen gibt es nach wie vor jene Bewegung, die mir niemals zu langweilig wird: schwimmen. Mein Weg führt mich und die andere Hälfte meines Haushalts deshalb vor dem Frühstück ins Freibad. Wir treffen einen Sportsfreund. Quatschen. So erfrischt kann ein Tag nur gut beginnen und ich beschließe, meinen Leseplatz in der Bib nicht verstreichen zu lassen, sondern ihn zu nutzen, steige ins Auto und fahre ausnahmsweise individual in die Stadt.

Die Parkgebühren werden mich teuer zu stehen kommen. Allerdings ist es diesmal reine Abwägungssache, bei der die Zeitersparnis und mein Garten, der ebenfalls meine Aufmerksamkeit beansprucht, gewinnen.
Nach dreistündiger, konzentrierter Arbeit ist der Akku vom Tablet leer und ich packe zusammen. In mir wächst der Plan, beim Gartencenter vorbei zu fahren. Ich brauche einen Staudenhalter für meine ‚Westerland‘-Rose. Und wenn ich schon mal an einem Samstag mit dem Auto unterwegs bin…könnte ich außerdem noch durch die Waschanlage fahren. Also gut, sei es drum und ich wende mich einigermaßen geduldig den Dingen zu, die erledigt werden müssen. Glücklicherweise wartet ein Stückchen Rhabarberbaiser im Kühlschrank auf mich und ein schattiges Balkonplätzchen. Es könnte schlimmer sein.

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